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Little Smile Organic - Muskatnuss

MUSKATNUSS

Der Muskatbaum stammt von den Banda Inseln auf den Südmolukken in Indonesien, den Gewürzinseln. Im 18. Jahrhundert gelang es einem Pflanzenschmuggler die Setzlinge auszuschiffen und auf Mauritius und der Ile de Bourbon heimisch zu machen. Von dort aus trat sie ihren Siegeszug um die Welt an. Mit ihrem sehr fein duftendem Aroma und dem charakteristisch feurig-würzigen, leicht bitteren Geschmack ist sie kaum mehr aus den heutigen Haushalten wegzudenken.
Nutmeg
GESCHICHTE
Muskat war früher eines der teuersten Gewürze der Welt. Durch seine Seltenheit wurde Muskat wie Pfeffer auch mit purem Gold aufgewogen. Die Geschichte des Handels von Muskatnuss beginnt Ende des 12. Jahrhunderts. Nur die Araber kannten die begrenzte Region, in der dieser Baum wuchs - die Südmolukken Indonesiens. Die Gewürzhändler hüteten ihr Wissen um die genaue geographische Lage der Inseln wie einen Schatz und konnten deshalb ihr Monopol fast vier Jahrhunderte aufrecht halten.

Nach der Entdeckung des Seeweges nach Indien über das Kap der guten Hoffnung durch Vasco da Gama waren die Portugiesen die ersten, die einen schwunghaften Muskathandel anfingen - und sich eine Gewürzinsel nach der anderen unterwarfen. Ihre Nachfolger, die Holländer, beschränkten den Muskat-Anbau auf die Banda-Inselgruppe und hielten durch ein grausames Regime die Ernten niedrig und die Preise hoch. Ganze Inseln wurden kahlgeschlagen, die Eingeborenen ausgerottet. Die holländische Ostindische Kompanie hatte jedoch nicht mit den Waldtauben gerechnet, welche die Nüsse fraßen und auf den anderen Inseln wieder zur Aussaat brachten. Mehrfach schritten die Holländer zur Vernichtung ganzer Ernten. Vertrieben wurden die Holländer durch die Engländer, die flugs Muskat auch in Indien und Sumatra anbauten. Dadurch zerfiel das Muskat-Monopol, bis 1863 der Anbau gänzlich freigegeben wurde.
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ANBAU
Der Muskatbaum ist ein immergrüner, 10-16 m hoher, reich verzweigter, dunkel grüner Baum und kann bis zu 100 Jahre alt werden. Im Plantagenbau hält man den Baum auf 6 m. Erst vom achten Jahr beginnt er Früchte zu tragen. Allerdings erst ab dem 15. Jahr wird die Ernte ertragreich. Bei guten Bäumen können 500-700 Nüsse geerntet werden und das dreimal im Jahr. Die aprikosenähnliche Früchte stehen in Trauben bis zu 10 Stück. Zum Zeitpunkt der Reife, platzen sie auf und geben die Muskatnuss frei. Nun trennt man ganz vorsichtig den roten Samenmantel vom Fruchtkern. Nach 4-8 Wochen der Trocknung löst sich der Samen von der Schale. Die Kerne werden aufgeschlagen und die nun gewonnene Muskatnuss zum Nachtrocknen ausgebreitet.
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VERWENDUNG
Die Frucht ist von einem purpurfarbenen Samenmantel umgeben, dem Macis, oder auch Muskatblüte. Macis, das nach dem Trocknen eine goldgelbe Farbe annimmt, hat einen noch feineren Geschmack, als der ölige Kern.
Der wohlriechende Same ist bei uns bekannt als Küchengewürz. Dabei kann das hervorragende Konservierungsmittel noch mehr: Seine ätherischen Öle helfen bei Verdauungsstörungen oder mangelnder sexueller Lust.
Geriebene Muskatnuss wirkt gegen Blähungen und Magenkrämpfe. Etwas in Vergessenheit geraten, ist eine Anwendung bei starkem Durchfall: Hierbei werden eine Messerspitze frisch geriebene Muskatnuss in einem Glas lauwarmen Wassers aufgelöst und langsam schluckweise getrunken. Die ätherischen Öle wirken beruhigend und entkrampfend auf die Darmmuskulatur.

Als Aphrodisiakum wird Muskatnuss sowohl in der westlichen Naturheilkunde wie ayurvedischen Medizin gerne eingesetzt.