GESCHICHTE
Da Gewürzpflanzen vorwiegend in den tropischen Ländern wuchsen, war es notwendig, die würzigen Speisezutaten vom Ort des Wachstums zum Ort des Verbrauchs zu bringen. Über teure Landwege wurden über Jahrhunderte lang Gewürze mit Kamelkarawanen über die bekannte Seidenstraße von China nach Europa transportiert. Dementsprechend hoch waren die Preise. Nur wirklich wohlhabende Menschen konnten sich Gewürze leisten um ihre Speisen schmackhaft zu gestalten. Aber die Nachfrage nach Gewürzen ließ nicht nach und übte somit immer größeren Druck auf die Händler aus. Da einzelne Gewürze, wie Pfeffer oder Muskat mit Gold aufgewogen wurden, bestand eine große Gewinnspanne zwischen Gewürzanbau und Verkauf.
Mit der Entdeckung der Südspitze Afrikas war den Portugiesen und Spaniern ein wesentlicher Durchbruch im Welthandel geglückt. Das machte es nötig, den Seeweg nach Japan und China zu finden. Dadurch gelang es ihnen, den Venezianern und Arabern das Handelsmonopol abzuringen. Holländer und Engländer folgten den Entdeckungsreisen in unbekannte Welten. Einer machte dem anderen die Handelswege und Anbaugebiete streitig. Viele Kriege wurden ausgetragen und sehr oft auf dem Rücken der einheimischen Menschen.
Durch die neuen und schnelleren Handelswege jedoch wurden auf einmal die Gewürze erschwinglicher und durch die fortschreitende Entwicklung bis hin zur Industrialisierung fanden sie langsam eine ganz selbstverständliche Verwendung in den europäischen Küchen und sind heutzutage nicht mehr wegzudenken. Man sollte jedoch immer bedenken, welch lange und blutige Geschichte hinter diesen Wundermitteln steckt.
KLASSIFIZIERUNG UND ARTEN
Gewürze kann man folgendermaßen klassifizieren:
- Getrocknete Früchte oder Samen wie schwarzer Pfeffer
- Samenmantel wie Macis
- Rinde wie Zimt und Kassia
- Getrocknete Knospen wie Gewürznelken
- Fäden wie Safran
- Wurzeln und Rhizome wie Kurkuma, Ingwer und Galgant
- Harze wie Asafoetida