ANBAU
Die beim Ernten gewonnenen, möglichst unverletzten Samenmäntel der Nüsse trocknet man in der Sonne oder in Trockenräumen. Sie werden zwischendurch immer wieder flach gedrückt, verändern durch das Trocknen ihre karminrote Farbe ins Orange- bis Gelbbraune und werden hornartig fest. Fertig getrocknet sind sie etwa 3 bis 4 cm lang, ungefähr 1 mm dick und werden als Macis ganz oder gemahlen in den Handel gegeben.
VERWENDUNG
Die Macisblüte kann für die gleichen Gerichte wie die Muskatnuss verwendet werden. Mit seinem frischen und wohltuenden Aroma gleicht es der Muskatnuss. Es riecht angenehm würzig, schmeckt süßlich-bitter, ist noch feiner und zarter im Geschmack und Aroma als Muskatnuss und passt besonders gut zu Süßspeisen, wie Cremes, Puddings, Fruchtgelees, Kompott und Schokoladengetränke. Macis wird zu hellen Soßen, klaren Suppen und feinen Gemüsen in Stücken gegeben, die nach dem Kochvorgang wieder entfernt werden.
Macis gehört wie die Muskatnuss auch zu den erhitzenden Gewürzen und dient dadurch gegen krampfhaftes Erbrechen, Koliken, Magenkrämpfe und gegen chronische Durchfälle. Allerdings kann zu viel des Guten auch schädlich sein, denn schon 15gr können bei Erwachsenen zu Rauschzuständen, Herzbeklemmungen oder Bewusstlosigkeit führen.