GESCHICHTE
Die Papaya stammt ursprünglich aus dem Tiefland und Küstenregionen des tropischen Amerikas. Schon zu Beginn des 16. Jahrhundert entdeckten die Spanier Amerika und somit auch die Papaya. Sie begannen damit, die Pflanze auf den Antillen und den Philippinen anzupflanzen. Heute wird sie weltweit in den Tropen und Subtropen kultiviert. Wichtige Anbauorte sind Australien, Indien und Mittel- und Südamerika sowie Afrika.
ANBAU
Der Melonenbaum ist eine mächtige, meist unverzweigte, baumartige aufrechte Pflanze und erreicht eine Höhe von 2 bis 10 m. Die Laubblätter sind spiralartig um den Stamm angeordnet und werden kontinuierlich abgeworfen. Dadurch ist der Stamm unten kahl und hat oben einen Schopf von Blättern. Die Blüten und später auch die Früchte treiben am ganzen Stamm aus.
Papayas werden das ganze Jahr hindurch getragen und es können jährlich zwischen 30 bis 150 Früchte geerntet werden. Sobald die Schalen gelbe Streifen aufweisen sind sie gewöhnlich 4 bis 5 Tage später voll ausgereift. Die Früchte sind länglich-oval und erreichen 15 bis 45 cm im Längsschnitt mit einem Durchmesser von 10 bis 30 cm.
Das saftige Fruchtfleisch ist meist gelblich orange und von unterschiedlicher Intensität, es kann aber auch gelb oder rot sein. Das zartes Aroma erinnert an Melone, wobei Süße und Duft variieren. Im Inneren enthält die Papaya zahlreiche Kerne, die nicht mitgegessen werden.
VERWENDUNG
Zum Verzehr wird nur das Fruchtfleisch verwertet. Die Frucht wird halbiert, die Samen mit einem Löffel entfernt und das Fruchtfleisch mit Limettensaft beträufelt. Dadurch kommt das zarte Aroma am Besten zur Geltung.
Papayas enthaltene viel Vitamin A + C und das eiweißspaltende Enzym Papain, das verdauungsfördernd wirkt.
In der Naturheilkunde finden die Kerne der Papaya Verwendung denn auch sie enthalten große Mengen an Papain. Sie wurden früher in der Volksmedizin als Entwurmungsmittel verwendet und dienen heute in Pulverform als Zartmacher für Fleisch. Die pepsinartig wirkenden Enzyme Papain und Chymopapain sind bakterienhemmend und tragen zur Zellerneuerung bei, ja sogar bei Krebsgeschwüren sollen sie Linderung bringen.
Das Fruchtfleisch, als Maske direkt auf die Haut aufgetragen, hilft gegen Falten und unreine Haut.