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Little Smile Organic - Bananas

BANANEN

Warum ist die Banane krumm? Das Wort "Banane" stammt aus dem Arabischen und bedeutet "Finger". Die Früchte wachsen in der Blüte fingergleich in einer Bananenhand. Sobald das darüber liegende Blütenblatt abfällt, biegen sich die Bananenfrüchte der Sonne entgegen. So entsteht die Krümmung.

In Deutschland gehört die Banane nach dem Apfel zu der beliebtesten Frucht. So fruchtig süß sie schmeckt, so bitter ist ihre Geschichte.

Bananas
GESCHICHTE
Die Kultivierung von Bananen kann bis in die prähistorische Zeit verfolgt werden, sie ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Ihren Ursprung hat die Banane im indomalayischen Raum.
Im Jahre 650 n. Chr. brachten die Araber die Bananenpflanzen durch islamische Krieger nach Palästina und Ägypten. Später wurde die Banane von Ostafrika bis nach Westafrika verbreitet. Von dort gelangte die Banane mit den Portugiesen im 15. Jahrhundert auf die Kanarischen Inseln, Europa und nach Südamerika.

Die Banane wurde im 16. Jahrhundert in Amerika durch den Franziskanermönch Tomas de Belanga bekannt. Als Missionar und späterer Bischof von Panama brachte er die Banane im Jahre 1516 auf die Karibischen Inseln wo sie durch ihre Beliebtheit schnell Verbreitung über das mittel- und südamerikanische Festland fand und dort als Volksnahrungsmittel diente.

Amerikanische Handelssegler kosteten Anfang des 19. Jahrhunderts zum ersten Mal auf den Karibischen Inseln von den Bananen. Ihr Geschmack hat sie dermaßen begeistert, dass sie die Früchte mit in ihre Heimat nehmen wollten. Auf der langen Reise verdarben aber die Früchte. Erst nach der Erfindung des Dampfmotors gelang es ihnen, die Früchte gekühlt nach Nordamerika zu bringen.

Der amerikanischen Öffentlichkeit wurden die Bananen erst im Jahre 1876 auf der Ausstellung anlässlich der 100-Jahr-Feier der amerikanischen Unabhängigkeit in Philadelphia vorgestellt. Die Früchte waren zu diesem Zeitpunkt noch sehr teuer und galten als etwas Besonderes.

Schnell bauten US-amerikanische Firmen den lukrativen Bananenanbau und Welthandel auf. Sie errichteten große Bananenplantagen in Mittelamerika und gingen dabei äußert rücksichtslos vor. Vertrieben kleine Bauern, holzten und brannten riesige Regenwälder für die Plantagen ab und bezahlten den Arbeiter, die bettelarm und ehemalige Sklaven waren, niedrigste Hungerlöhne. Im Gegensatz zu den Plantagenarbeitern verdienten die Bananenkonzerne ein Vermögen mit dem begehrten Obst. Sie besaßen neben den Plantagen eigene Hafenanlagen, Eisenbahnlinien und Elektrizitätswerke, kontrollierten die Polizei und Politik.

Die vielen Länder in Mittelamerika produzieren bis heute die meisten Bananen für den Weltmarkt und werden seit dem "Bananenrepubliken" genannt. Noch immer leben dort die Menschen in völliger Armut und Rechtlosigkeit, werden harten Arbeitsbedingungen ausgesetzt, wie z. B. dem ungeschützten Verspritzen von Pestiziden und kommen durch die Niedriglöhne nicht aus der Spirale der Armut heraus. Umso wichtiger ist es, auf Fair gehandelte Waren zu achten.
Bananas
ANBAU
Die Banane ist eine 6 bis 9 m hohe immergrüne Staude mit sehr großen, länglichen und ungeteilten Blättern, die bis zu 6 m lang und 1m breit werden können und der Bananenstaude ein palmenartiges Aussehen verleihen. Nach ca. einem Jahr wächst aus der Staude ein meist nach unten hängender Blütenstand mit rot-violetten Hochblättern. An der Unterseite wachsen dreizählige Blütenreihen, aus denen schließlich die so genannte Bananenhand mit ihren 10 bis 20 Bananen fingergleich hervorgehen. Anfangs wachsen die Bananenfrüchte nach unten. Wenn allerdings das Hochblatt abfällt wenden sie sich dem Licht zu und erhalten dadurch ihre gekrümmte Form. Um zu reifen brauchen die Früchte vier bis sechs Monate.
Nach der Ernte stirbt die Staude ab. Durch die herunterfallenden Blätter und Blüten entsteht in Staudennähe Humus, der als wichtiger Nährstoff für die schon heranwachsenden neuen Stauden dient.

Einzigartig ist vor allem der Aufbau des Blütenstandes. Nur die weiblichen Blüten, die sich in den unteren Reihen des Blütenstandes befinden, bringen die Bananenfrucht hervor. Ganz ohne Befruchtung.
Bananas
VERWENDUNG
Bananen liefern neue Energie und sind Nervennahrung, sie sind hervorragend geeignet als Kinder und Babynahrung, Aufbau und Schonkost, Heilnahrung für Magen und Darm und ähnlich wie Schokolade sorgen sie auch noch für gute Laune und schmecken einfach gut.
Da die weit gereiste Banane inzwischen in fast allen Küchen der Welt zu Hause ist, bieten die Rezepte eine bunte Mischung aus Fernost, Südamerika, Afrika, dem Orient und Europa.

Es werden hauptsächlich drei Bananensorten genutzt: die Obstbanane, die Mehl- oder Kochbanane und die Textilbanane.

Die Obstbanane wird frisch verzehrt, sie enthält ca. 70 Prozent Wasser, reichlich Kohlenhydrate in Form von Stärke und Zucker und geringe Mengen der Vitamine A, B und C. Teilweise wird mit ihr auch Likör und Bananenmark für Süßwaren produziert.
Die Kochbanane hat sehr hartes Fruchtfleisch, sie muss für den Verzehr gebraten, gekocht oder getrocknet werden. Im europäischen Handel spielt sie kaum eine Rolle, aber in den Erzeugerländern dient sie als Grundnahrungsmittel. Die Blätter der Banane dienen als Viehfutter, werden zum Bauen und Dachdecken verwendet, und die Blüten werden als Gemüse gekocht (Indien). In Afrika wird auch Bananenbier gebraut.
Die Textilbanane  - der Manilahanf - wird auf den Philippinen angebaut. Die Fasern der Blätter werden zum Herstellen von Papier oder Tauen genutzt. Da diese Fasern sehr resistent gegen Faulen im Süß- und Salzwasser sind, waren sie früher für die Herstellung von Schiffstauen sehr wichtig.